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Ausritt mit deinem Pferd vorbereiten: Kontrollen vor dem Start

Ein Reiter mit Helm steht neben einem braunen gesattelten Pferd und prüft auf einem Hof den Steigbügelriemen.

Praxisratgeber

Ausritt mit deinem Pferd vorbereiten: Kontrollen vor dem Start

Die Vorbereitung eines Ausritts mit deinem Pferd beginnt mit einer Frage: Passt diese Strecke heute zu euch? Kontrolliere dein Pferd, deine Ausrüstung, das Wetter und die Strecke. Vereinbare auch, wer weiß, wo du reitest und wann du zurückkommst. Stimmt ein wichtiger Punkt nicht, passe deinen Plan an oder reite nicht los.

Ein Reiter mit Helm steht neben einem braunen gesattelten Pferd und prüft auf einem Hof den Steigbügelriemen.
Inhaltsverzeichnis
  1. Produkte zu diesem Ratgeber
  2. Erfahrung, Kondition und Begleitung von Pferd und Reiter
  3. Passform, Verschleiß und Schutz durch deine Ausrüstung
  4. Boden, Wetter, Verkehr und Zugangsregeln auf deiner Strecke
  5. Kontaktperson, Rückkehrzeit und Plan bei Problemen
  6. Pferd und Ausrüstung nach dem Ausritt kontrollieren

Hilfreich zu diesem Ratgeber

Diese Produkte passen zu den Themen in diesem Ratgeber. Sieh dir bei jedem Produkt an, wie es verwendet wird und worauf du bei der Auswahl achten solltest.

Das Fell kontrollieren

Striegel mit Mähnenkamm und Griff

Striegel mit Mähnenkamm und Griff

Mit diesem Striegel kannst du das Fell deines Pferdes kontrollieren, bevor du den Sattel auflegst.

Darauf solltest du bei der Auswahl achten Kontrolliere den Rücken und die Stellen unter Sattel und Zaumzeug auch mit Augen und Händen auf Schmutz oder empfindliche Stellen.

Nutze diese Checkliste für den Start, während du dein Pferd fertig machst. Die Fragen helfen dir bei der Entscheidung; ein Häkchen ersetzt nicht deine eigene Einschätzung.

Checkliste für den Start zum Ausritt
Kontrolle Frage vor dem Start Wenn die Antwort Nein lautet
Pferd und Reiter Bewegt und verhält sich dein Pferd wie gewohnt? Passt die Strecke zu eurer Erfahrung und Kondition? Hol dir bei Bedarf Hilfe und entscheide dich nicht für einen Ausritt, der euch jetzt zu viel abverlangt.
Ausrüstung Hast du Hufe, Sattel und Zaumzeug, Helm und Schuhwerk kontrolliert? Behebe ein Problem mit der Ausrüstung, bevor du reitest.
Strecke und Wetter Kennst du den Boden, die Stellen zum Überqueren von Straßen und die Wettervorhersage? Wähle eine passende Alternative oder verschiebe den Ausritt.
Zugang Darfst du die gewählten Wege zu Pferd nutzen und hast du gegebenenfalls einen Reiterpass? Prüfe die Regeln für das Gebiet und ändere bei Bedarf deine Strecke.
Erreichbarkeit Weiß jemand, wo du reitest und wann du zurückkommst? Hast du dein Telefon dabei? Triff zuerst eine klare Absprache mit einer Kontaktperson.

Erfahrung, Kondition und Begleitung von Pferd und Reiter

Vergleiche deinen Plan mit dem, was du und dein Pferd bereits kennen. Denke an Verkehr, unerwartete Geräusche, schmale Wege und die Länge des Ausritts. Für ein junges oder unerfahrenes Pferd empfiehlt KNHS Buitenrijden, mit kurzen Ausritten an vertrauten Orten zu beginnen und anfangs erfahrene Begleitung mitzunehmen. Bist du dir über eure Fähigkeiten unsicher, besprich den Ausritt mit einer qualifizierten Reitlehrkraft. Lies die Empfehlung von KNHS Buitenrijden.

Sieh dir dein Pferd an, bevor du es sattelst, auch während es läuft. Achte auf Verhalten, das anders ist als sonst, auf eine Wunde oder eine auffällige Bewegung. Anzeichen von Schmerzen und Lahmheit können unauffällig sein. Vermutest du Schmerzen oder Lahmheit, mach keinen Proberitt daraus und wende dich an einen Tierarzt. Das LICG beschreibt mögliche Anzeichen von Schmerzen.

Reitest du mit anderen zusammen? Sprecht vorher ab, wer die Strecke kennt, welches Tempo ihr haltet und wie jemand signalisiert, dass er anhalten oder umkehren möchte.

Passform, Verschleiß und Schutz durch deine Ausrüstung

Prüfe, ob der Rücken und die Stellen unter Sattel und Zaumzeug sauber sind. Sieh nach, ob Sattel, Sattelgurt und Zaumzeug gut sitzen, und kontrolliere Schnallen, Nähte, Steigbügelriemen und Zügel auf Beschädigungen oder lockere Befestigungen. Sieh nach, ob Steine oder andere Gegenstände in den Hufen festsitzen. Bist du dir bei der Passform des Sattels unsicher, lass sie beurteilen, bevor du reitest.

Trage einen gut sitzenden Reithelm und geeignetes Schuhwerk. Prüfe auch, ob deine Kleidung und deine Sachen deine Bewegungen nicht behindern. Das LICG nennt einen Schutzhelm, Reitstiefel und passende Ausrüstung für das Pferd als Sicherheitsmaßnahmen und empfiehlt, die Stellen unter Sattel und Zaumzeug sauber zu halten und die Hufe zu kontrollieren. Lies die Pflegeempfehlungen des LICG. Bei eingeschränkter Sicht ist reflektierende Kleidung laut KNHS Buitenrijden ein Punkt, auf den du achten solltest.

Boden, Wetter, Verkehr und Zugangsregeln auf deiner Strecke

Geh deine Strecke gedanklich durch: Wo triffst du auf Verkehr, wo wird der Weg schmal und wo kannst du umkehren? Prüfe kurz vor dem Start die Wettervorhersage des KNMI und mögliche Wetterwarnungen. Sieh vor Ort nach, ob Sicht und Boden zu deinem geplanten Ausritt passen.

Ein Weg auf einer Karte ist nicht automatisch für Reiter zugänglich. Informiere dich beim zuständigen Gebietsverwalter und lies die Schilder am Eingang. Bei Staatsbosbeheer bedeutet ein Schild mit der Aufschrift „Vrij wandelen op wegen en paden“ für sich genommen nicht, dass du dort reiten darfst. Natuurmonumenten erlaubt das Reiten in seinen Gebieten auf ausgewiesenen Reitwegen; für manche Gebiete ist ein Reiterpass Pflicht. Prüfe deshalb die Regeln für deine Strecke und nicht die eines anderen Gebiets. Sieh dir die Erläuterungen von Staatsbosbeheer an und die Gebietsregeln von Natuurmonumenten.

Wann sollte ich einen Ausritt lieber verschieben?

Verschiebe den Ausritt, wenn sich dein Pferd auffällig bewegt, wichtige Teile von Sattel oder Zaumzeug nicht in Ordnung sind oder du die Bedingungen auf der Strecke nicht gut einschätzen kannst. Eine kürzere, vertraute Runde ist nur dann eine Alternative, wenn damit der Grund für deine Bedenken wegfällt.

Kontaktperson, Rückkehrzeit und Plan bei Problemen

Sag einer erreichbaren Person, wo du startest, in welchem Gebiet du reitest und wann du ungefähr zurück bist. Vereinbart, was diese Person tut, wenn du nicht zurückkommst und nicht antwortest. Nimm ein aufgeladenes Telefon am Körper mit, nicht nur in einer Tasche am Sattel. Letzteres empfiehlt auch KNHS Buitenrijden.

Welche Informationen hinterlasse ich zu Hause?

Notiere deinen Namen und deine Telefonnummer, den Startpunkt, die geplante Strecke und deine voraussichtliche Rückkehrzeit. Schreib auch dazu, wer bei einem Problem mit deinem Pferd helfen kann. Änderst du unterwegs deinen Plan wesentlich, informiere deine Kontaktperson, sobald das gefahrlos möglich ist.

Ist dringend Hilfe nötig, beispielsweise für eine verletzte Person, ruf 112 an. Erkläre, was passiert ist und wo Hilfe gebraucht wird. Bei einem Problem mit deinem Pferd wendest du dich an einen Tierarzt. Sieh nach, wann du laut der niederländischen Regierung 112 anrufst.

Pferd und Ausrüstung nach dem Ausritt kontrollieren

Sieh nach der Rückkehr, wie dein Pferd läuft und sich verhält. Kontrolliere die Hufe und sieh dir die Stellen unter Sattel, Sattelgurt und Zaumzeug auf neue Scheuerstellen oder kleine Wunden an. Kontrolliere auch Sattel und Zaumzeug und leg ein beschädigtes Teil beiseite. Bewegt sich dein Pferd weiterhin auffällig oder vermutest du Schmerzen, sprich mit einem Tierarzt.

Sag deiner Kontaktperson Bescheid, dass du zurück bist. Notiere für den nächsten Ausritt, was du ändern möchtest, etwa wegen einer schwierigen Kreuzung, eines unerwartet schlechten Weges oder einer Ausrüstung, um die du dich kümmern musst.