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Westnilvirus bei Pferden: Anzeichen und Vorbeugung besprechen

Ein fuchsfarbenes Pferd steht in einem eingezäunten Paddock, während eine Person vom Zaun aus zu ihm hinübersieht. Im Hintergrund steht ein Holzstall.

Praxisratgeber

Westnilvirus bei Pferden: Anzeichen und Vorbeugung besprechen

Kurz gesagt: Bemerkst du, dass dein Pferd krank wird oder sich anders bewegt? Ruf sofort deinen Tierarzt an. Prüfe außerdem offizielle Meldungen für die Region, in der dein Pferd steht, aber warte mit dem Anruf nicht auf eine neue Meldung. Das Westnilvirus wird durch infizierte Stechmücken übertragen; Pferde stecken einander nicht direkt an. Die Beschwerden können auch eine andere Ursache haben. Sieh dir die Anzeichen und die Empfehlung zur Kontaktaufnahme der NVWA an und lies, wie sich das Virus verbreitet.

Ein fuchsfarbenes Pferd steht in einem eingezäunten Paddock, während eine Person vom Zaun aus zu ihm hinübersieht. Im Hintergrund steht ein Holzstall.
Inhaltsverzeichnis
  1. Offizielle Meldungen nach Region und Datum der letzten Aktualisierung
  2. Veränderungen beim Pferd und Anzeichen, auf die du achten solltest
  3. Umgebung pflegen, Insekten reduzieren und Vorbeugung besprechen
  4. Beobachtungen und Fragen für den Tierarzt notieren
  5. Bei Verdacht den Tierarzt anrufen und dringende Anzeichen nennen

Offizielle Meldungen nach Region und Datum der letzten Aktualisierung

Für die Niederlande beginne mit der aktuellen Übersicht des RIVM. Achte besonders auf die Meldungen zu Pferden, die genannten Provinzen und das Datum der Aktualisierung. In der Aktualisierung vom 1. Oktober 2026 waren für 2026 insgesamt 150 positiv getestete Pferde aus Zuid-Holland, Noord-Holland, Utrecht, Gelderland und Noord-Brabant aufgeführt. Das ist ein Stand mit Datum und keine Zahl, die automatisch aktuell bleibt. Prüfe deshalb, ob es inzwischen eine neuere Aktualisierung gibt. Wenn deine Provinz nicht genannt wird, bedeutet das nicht, dass ein Pferd dort keinem Risiko ausgesetzt ist.

Wo schaust du nach, wenn dein Pferd ins Ausland reist?

Zieh auch die offiziellen Informationen des Ziellandes heran. Das ECDC verweist auf eine europäische Monatsübersicht für Menschen und Tiere. Achte darauf, ob du Daten zu Pferden ansiehst und welches Datum angegeben ist. Eine europäische Karte ersetzt die niederländische Übersicht nicht.

Veränderungen beim Pferd und Anzeichen, auf die du achten solltest

Die meisten infizierten Pferde zeigen keine sichtbaren Beschwerden. Mögliche Anzeichen sind Fieber, weniger Appetit und Teilnahmslosigkeit. Auch unkoordinierte Bewegungen beim Gehen, Zittern im Bereich der Lippen und Lähmungserscheinungen kommen vor. An diesen Anzeichen allein kannst du nicht erkennen, welche Krankheit dein Pferd hat. Die NVWA beschreibt die möglichen Beschwerden und rät, bei entsprechenden Beschwerden sofort den Tierarzt zu kontaktieren.

Achte darauf, was bei deinem Pferd anders ist als sonst: Wann hat es angefangen, frisst es noch und wie bewegt und verhält es sich? Schreib auf, was du beobachtest, ohne zuerst selbst nach einer Erklärung zu suchen.

Umgebung pflegen, Insekten reduzieren und Vorbeugung besprechen

Gestalte die Umgebung so, dass es weniger Stechmücken gibt. Sieh dich rund um Stall und Hof nach stehendem Wasser um, etwa in Eimern, Schalen und Dachrinnen. Leere bewegliche Behälter, decke Regentonnen gut ab und erneuere das Trinkwasser regelmäßig. Die NVWA rät außerdem, Pferde während der Dämmerung im Stall zu halten. Solche Maßnahmen verringern den Kontakt mit Mücken, schließen Mückenstiche aber nicht aus. Lies die Empfehlungen der NVWA zum Schutz.

Wann solltest du eine Impfung besprechen?

Für Pferde sind Impfstoffe gegen das Westnilvirus verfügbar. Frag deinen Tierarzt, ob eine Impfung zu deinem Pferd, seinem Aufenthaltsort und möglichen Reisen passt. Lege nicht selbst anhand einer regionalen Meldung einen Impfplan fest. Die NVWA empfiehlt, die Impfung mit dem Tierarzt zu besprechen.

Beobachtungen und Fragen für den Tierarzt notieren

Nutze diese Checkliste, um ein Gespräch vorzubereiten, nicht um selbst eine Diagnose zu stellen. Ruf bei Beschwerden sofort an; fehlende Angaben kannst du später ergänzen.

Checkliste für das Gespräch mit dem Tierarzt
Thema Was notierst du?
Region und Reisen Wo steht dein Pferd? Wo war es in letzter Zeit?
Offizielle Meldung Welches Land und welche Region werden genannt? Was ist die Quelle und wann wurde sie aktualisiert?
Erste Veränderung Wann ist dir etwas aufgefallen? Was macht dein Pferd anders als sonst?
Beobachtungen Was fällt dir beim Fressen, bei der Aufmerksamkeit, beim Gehen, durch Zittern oder durch andere Veränderungen auf?
Kontakt Wann hast du angerufen, mit wem hast du gesprochen und was wurde vereinbart?
Vorbeugung vor Ort Wo steht Wasser? Welche Fragen hast du zu Mücken und zur Impfung?

Du kannst fragen, wie schnell dein Pferd untersucht werden sollte, bei welchen Veränderungen du erneut anrufen solltest und welche Vorbeugung in deiner Situation sinnvoll ist.

Bei Verdacht den Tierarzt anrufen und dringende Anzeichen nennen

Hat dein Pferd Beschwerden, die zum Westnilvirus passen könnten? Ruf sofort deinen Tierarzt an. Nenne unkoordinierte Bewegungen beim Gehen oder Lähmungserscheinungen gleich im Telefongespräch und frag, wie dein Pferd sicher untersucht werden kann. Warte nicht, bis du selbst zu einem Schluss über die Ursache gekommen bist. Diese Empfehlung zur Kontaktaufnahme stammt von der NVWA.

Wenn du vermutest, dass dein Pferd das Westnilvirus hat, musst du den Verdacht in den Niederlanden auch bei der Landelijk meldpunt dierziekten: 045 546 31 88 melden. Die NVWA nennt diese Meldepflicht für Halter und Tierärzte. Ruf wegen deines Pferdes den Tierarzt an und sorge auch dafür, dass der Verdacht gemeldet wird; frag im Zweifel nach, welche Meldung bereits erfolgt ist. Eine Meldung ist keine Diagnose. Sieh dir die Meldeanweisung der NVWA an.