Zäune

Kaninchengehege sicher einzäunen, damit Kaninchen nicht entkommen und Raubtiere nicht eindringen

Zwei Kaninchen in einem Holzgehege mit Gitter, abgedeckter Oberseite und einem Schutzhaus; eine Hand berührt den Verschluss der kleinen Tür.

Praxisratgeber

Kaninchengehege sicher einzäunen, damit Kaninchen nicht entkommen und Raubtiere nicht eindringen

Ein Kaninchengehege sicher einzuzäunen bedeutet, die gesamte Umzäunung zu prüfen: Können deine Kaninchen irgendwo hinaus und können andere Tiere irgendwo hinein? Achte deshalb nicht nur auf die Wände, sondern auch auf Boden, Oberseite, Verbindungen und Tür. Ein vorübergehendes Gehege auf Gras eignet sich nicht automatisch als dauerhaftes Außengehege. Lies die Empfehlungen des LICG zur Unterbringung.

Zwei Kaninchen in einem Holzgehege mit Gitter, abgedeckter Oberseite und einem Schutzhaus; eine Hand berührt den Verschluss der kleinen Tür.
Inhaltsverzeichnis
  1. Beaufsichtigter Auslauf oder dauerhaftes Außengehege: Welche Raubtiere gibt es?
  2. Ränder, Ecken, Tür, Boden und Oberseite: Wo kann ein Kaninchen entkommen?
  3. Maschenweite, Material und Befestigung auf deine Kaninchen abstimmen
  4. Zugang, Reinigung und Verschleiß täglich kontrollieren
  5. Trinkwasser und Versorgung im Winter für Kaninchen im Außengehege

Beaufsichtigter Auslauf oder dauerhaftes Außengehege: Welche Raubtiere gibt es?

Ein freistehendes Gehege auf Gras oder Erde nutzt du nur unter Aufsicht: Kaninchen können sich unter dem Zaun durchgraben. Bei einem dauerhaften Außengehege muss die Umzäunung auch dann sicher sein, wenn du nicht danebenstehst. Dazu gehören ein Schlafhaus und ausreichend Platz zum freien Laufen; ein Zaun allein ist noch kein vollständiges Außengehege. Quelle: LICG.

Prüfe, welche Tiere den Standort erreichen können. Denke an deinen eigenen Hund oder deine Katze und je nach Umgebung an Füchse, Marderartige und Greifvögel. Beurteile deshalb sowohl den unteren Rand als auch die Oberseite. Verlass dich nicht allein darauf, dass deine Kaninchen und ein Hund oder eine Katze aneinander gewöhnt sind: Verhindere, dass diese Tiere unbeaufsichtigt zusammenkommen können. Quelle: LICG zum Außengehege; Quelle: LICG zur Gesundheit.

Ränder, Ecken, Tür, Boden und Oberseite: Wo kann ein Kaninchen entkommen?

Gehe die gesamte Umzäunung rundherum ab. Achte besonders auf Übergänge zwischen Elementen, Stall und möglichen Tunneln: Dort kann ein Spalt entstehen, den du bei einem schnellen Blick auf die Wände übersiehst.

Kontrolle der gesamten Umzäunung
Stelle Worauf achtest du?
Ränder und Ecken Schließen die Elemente aneinander an, auch direkt über dem Boden?
Tür und Klappen Sitzen Scharniere und Verschlüsse fest, und bleibt kein Spalt, wenn alles geschlossen ist?
Boden Gibt es Grabspuren oder Lücken am Übergang zwischen Boden und Wand?
Oberseite Schließt das Dach überall dicht an, auch nachdem du einen Deckel geöffnet hast?

Bei Sand oder Gras empfiehlt das LICG, Gitter an den Seiten mindestens 50 Zentimeter tief einzugraben oder unter dem gesamten Gehege eine Gitterschicht anzubringen und mit Erde zu bedecken. Beide Möglichkeiten sollen verhindern, dass Tiere sich hinaus oder hinein graben. Prüfe in beiden Fällen den Anschluss an die Wände. Ein vollständig gepflasterter Boden verhindert Grabwege nicht, wenn am Rand trotzdem eine Öffnung bleibt; Pflastersteine sind zudem hart für Kaninchenpfoten und können in der Sonne heiß werden. Quelle: LICG, Kaninchen.

Maschenweite, Material und Befestigung auf deine Kaninchen abstimmen

Beim Selbstbau empfiehlt das LICG stabiles Material und kleine Maschen, zum Beispiel 13 Millimeter oder kleiner. Von Hühnerdraht rät es ab, weil Kaninchen ihn zu leicht durchnagen können. Eine solche Beispielgröße garantiert nicht, dass jedes Gitter geeignet ist: Prüfe auch, ob deine Kaninchen ihren Kopf nicht durch eine Öffnung stecken können und ob Tiere von außen nicht hindurchgelangen können. Das gilt ebenso für Gitterstäbe. Quelle: LICG.

Sieh dir anschließend das Ganze an. Ist das Gitter an den Rändern, rund um die Tür und am Dach fest angebracht? Gibt es lose Befestigungen, Nageschäden oder scharfe Drahtenden in Reichweite? Das LICG nennt scharfe Gitterränder und Öffnungen, in denen ein Kaninchen stecken bleiben kann, als Punkte, auf die beim Gehege zu achten ist. Quelle: LICG zu sicheren Materialien.

Eignet sich ein übliches Weidenetz als Kaninchengehege?

Geh nicht einfach davon aus. Beurteile ein Netz für diesen Zweck nach Öffnungen, Stabilität und Befestigung und prüfe, wie Boden, Tür und Oberseite verschlossen werden. Ein Produkt, das als Weidezaun angeboten wird, ist für sich genommen noch kein vollständiges Kaninchengehege.

Zugang, Reinigung und Verschleiß täglich kontrollieren

Eine Tür muss sich gut benutzen lassen, ohne zum Fluchtweg zu werden. Sieh vor dem Öffnen nach, wo die Kaninchen sitzen, und prüfe nach dem Schließen den Verschluss. Bei einem Gehege, das du selbst betreten kannst, hilft eine Schleuse zu verhindern, dass ein Kaninchen direkt durch die Außentür entkommt; das LICG empfiehlt diese Lösung. Quelle: LICG, Kaninchen.

  • Beim Öffnen: Prüfe, ob alle Kaninchen da sind, und halte Tiere vom Durchgang fern.
  • Beim Reinigen: Suche auch hinter Behältern und Verstecken nach Löchern, Nageschäden und losen Rändern.
  • Nach dem Schließen: Kontrolliere Tür, Klappen und Dach und suche am äußeren Rand nach frischen Grabspuren oder verschobenen Elementen.

Wenn du eine Öffnung oder ein loses Teil findest, nutze das Gehege nicht unbeaufsichtigt, bis das Problem behoben ist. Prüfe nach der Reparatur auch die angrenzenden Teile. Das LICG empfiehlt, Zäune und Gitter regelmäßig auf Löcher, Verschleiß, Nageschäden und Grabversuche zu prüfen. Quelle: LICG.

Trinkwasser und Versorgung im Winter für Kaninchen im Außengehege

Beziehe Wasser und Unterschlupf in deine tägliche Kontrolle ein. Laut LICG trinken Kaninchen am liebsten aus einem Wassernapf. Prüfe, ob der Napf sauber und gefüllt ist und ob die Tiere einander den Zugang zum Wasser oder zum Schlafhaus nicht versperren. Sorge im Sommer für Schatten im Auslauf. Quelle: LICG zu Trinknäpfen; Quelle: LICG zur Haltung im Freien.

Bei Frost empfiehlt das LICG, das Trinkwasser mindestens zweimal täglich zu kontrollieren und auszutauschen, damit es nicht gefriert; auch eine Trinkdüse kann festfrieren. Halte das Schlafhaus vor Wind und Regen geschützt, mit trockener Einstreu und ausreichender Belüftung. Ein gut verschlossenes Gehege ersetzt diese Versorgung im Winter nicht. Quelle: LICG, Winter und Kälte; Quelle: LICG, Kaninchen.