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Brucellose bei Rindern: Betriebsstatus und Verdacht besprechen

Schwarz weiße Kuh in einem offenen Stall, im Vordergrund Hände, die ein leeres Notizbuch und ein Telefon halten.

Praxisratgeber

Brucellose bei Rindern: Betriebsstatus und Verdacht besprechen

Ein verworfener Fötus beweist nicht, dass ein Rind Brucellose hat. Notiere, was passiert ist, und ruf deinen betreuenden Tierarzt an, um die Beurteilung und die Untersuchung nach dem Verwerfen zu besprechen. Vermutest du oder dein Tierarzt Brucellose, melde diesen Verdacht der NVWA. Die Untersuchung nach einem Verwerfen und die Meldung eines Verdachts sind zwei verschiedene Schritte. Lies die Erläuterungen der NVWA zur Brucellose bei Nutztieren.

Schwarz weiße Kuh in einem offenen Stall, im Vordergrund Hände, die ein leeres Notizbuch und ein Telefon halten.
Inhaltsverzeichnis
  1. Haltungsumstände und Grenzen sichtbarer Anzeichen mit dem Tierarzt besprechen
  2. Ereignisse festhalten: Datum und Identität der betroffenen Rinder
  3. Vorsichtsmaßnahmen bei Verdacht und möglicher Exposition besprechen
  4. Betriebsstatus und Angaben zu zugekauften Rindern prüfen
  5. Die zuständige Behörde und die offiziellen weiteren Schritte bei Verdacht

Haltungsumstände und Grenzen sichtbarer Anzeichen mit dem Tierarzt besprechen

Brucellose bei Rindern wird durch Brucella abortus verursacht. Ein infiziertes Rind kann ein ungeborenes Kalb verlieren, doch aus diesem Ereignis allein lässt sich die Ursache nicht ablesen. Erzähl dem Tierarzt, was du beobachtet hast, wie sich das Rind verhält und ob dir bei anderen Tieren etwas aufgefallen ist. Erwähne auch kürzlich zugekaufte Tiere als relevanten Hintergrund, nicht als nachgewiesene Infektionsquelle. Die NVWA beschreibt Symptome und mögliche Einschleppungswege.

Frag den Tierarzt, wie die Untersuchung nach dem Verwerfen für dein Rind organisiert wird. Die NVWA gibt an, dass der Tierhalter eine Blutprobe des betroffenen Rinds an Royal GD einsenden lassen muss und dass der betreuende Tierarzt den Versand übernimmt. Lass den Tierarzt beurteilen, was in deiner Situation darüber hinaus nötig ist. Sieh dir die Informationen der NVWA zur Untersuchung nach einem Verwerfen an.

Ereignisse festhalten: Datum und Identität der betroffenen Rinder

Leg für jedes betroffene Rind eine eigene Notiz an. Die UBN, die Identifikationsnummer des Rinds und das Datum helfen dir, das Ereignis mit den Angaben in I&R abzugleichen. Eine persönliche Notiz ersetzt keine Meldung, die du nach den Regeln in I&R machen musst. RVO erklärt, welche Angaben für Meldungen zu Rindern nötig sind.

Erfassungsbogen für das Gespräch mit dem Tierarzt
Angabe Was notierst du?
Standort UBN und Stall oder Gruppe.
Betroffenes Rind Lebensnummer des Muttertiers.
Ereignis Datum, gegebenenfalls Uhrzeit und eine sachliche Beschreibung dessen, was du gesehen hast.
Andere Rinder Lebensnummern und einzelne Beobachtungen mit Datum.
Möglicher Kontakt Wer hatte Kontakt mit Geburtsmaterial oder Körperflüssigkeiten und wann?
Fachliche Rücksprache Name des Tierarztes, Zeitpunkt des Kontakts und vereinbarter nächster Schritt.
Untersuchung und Mitteilungen Welche Untersuchung wurde besprochen oder beauftragt und welche Mitteilungen sind tatsächlich eingegangen?

Schreib zum Beispiel auf, dass ein Rind an einem bestimmten Datum einen Fötus verloren hat. Notiere ein Untersuchungsergebnis erst, wenn du es erhalten hast; lass seine Bedeutung von den beteiligten Fachleuten beurteilen.

Vorsichtsmaßnahmen bei Verdacht und möglicher Exposition besprechen

Brucellose kann auch Menschen betreffen. Bei einem infizierten Tier können Geburtsmaterial und Körperflüssigkeiten eine Expositionsquelle sein. Vermeide unnötigen Kontakt mit diesem Material und frag deinen Tierarzt, wie Beteiligte sicher damit umgehen. Eine Notiz über einen Kontakt bedeutet nicht, dass jemand infiziert ist. Das RIVM beschreibt mögliche Exposition und allgemeine Vorsichtsmaßnahmen.

Bekommt jemand nach möglichem Kontakt mit infiziertem Material Beschwerden, sollte diese Person den Hausarzt anrufen und den Kontakt erwähnen. Bei Fragen zu Folgen für Menschen im Zusammenhang mit einem offiziellen Verdacht verweist die NVWA auch an die regionale GGD. Lies die Informationen des RIVM für Menschen und die Erläuterungen der NVWA für Rinderhaltungsbetriebe.

Betriebsstatus und Angaben zu zugekauften Rindern prüfen

Die Niederlande haben laut NVWA einen offiziellen Freiheitsstatus für Brucella abortus. Das ist ein landesweiter Status und keine Erklärung dafür, was in deinem Betrieb passiert ist. Gleiche deine eigenen Notizen mit erhaltenen Untersuchungsmitteilungen und etwaigen offiziellen Mitteilungen der NVWA ab. Frag bei Zweifeln über den offiziellen Verdachtsstatus die NVWA, welche Informationen für deinen Betrieb gelten. Sieh dir den landesweiten Status bei der NVWA an.

Prüfe bei kürzlich zugekauften Rindern die Lebensnummern und Zugangsdaten in deinem Betriebsregister und in I&R. Über I&R kannst du Meldungen einsehen und eine Stallliste anfordern. Eine Registrierung des Zugangs zeigt dir, zu welchen Tieren du Angaben zusammentragen kannst, stellt aber keine Infektion fest. Sieh dir die Erläuterungen von RVO zu Meldungen und zur Stallliste an.

Die zuständige Behörde und die offiziellen weiteren Schritte bei Verdacht

Vermutest du oder dein Tierarzt Brucellose bei Nutztieren, ruf die zentrale Meldestelle für Tierkrankheiten der NVWA unter 045 546 31 88 an. Die Meldung ist verpflichtend, auch bei einem Verdacht. Halte für das Gespräch deine UBN, die Lebensnummern, deine Notizen zu den Ereignissen und die Kontaktdaten deines Tierarztes bereit. Du musst ein Testergebnis nicht selbst interpretieren, bevor du einen Verdacht meldest. Lies, wann du Brucellose bei der NVWA meldest.

Die NVWA untersucht eine Meldung und teilt dem Betrieb mit, was danach geschieht. Bei einem offiziellen Verdacht beschreibt die NVWA unter anderem Beschränkungen für den Zugang und Abgang von Tieren. Ein Tierarzt der NVWA erläutert die Maßnahmen; der Betrieb erhält auch ein offizielles Schreiben. Befolge die Anweisungen, die die NVWA für deinen Betrieb gibt. Lies, wie die NVWA mit einem Verdacht umgeht.