Tränke für Honigbienen am Bienenstand sicher einrichten
Praxisratgeber
Tränke für Honigbienen am Bienenstand sicher einrichten
Eine Tränke für Honigbienen am Bienenstand muss nicht kompliziert sein. Wähle einen standfesten Behälter an einem Platz, den du regelmäßig erreichen kannst. Sorge dafür, dass Bienen auf einer festen, trockenen Stelle landen und von dort aus das Wasser erreichen können. Prüfe diesen Zugang auch, nachdem du den Behälter gefüllt hast.

Inhaltsverzeichnis
- Produkte zu diesem Ratgeber
- Warum eine zusätzliche Wasserstelle für Honigbienen anlegen?
- Einen gut zugänglichen Platz wählen und dabei Störungen und Pflege berücksichtigen
- Tränke oder Eigenbau: Standfestigkeit, Landeplatz und Pflege
- Halt beim Trinken und geringeres Risiko zu ertrinken
- Wasser nachfüllen, reinigen und im Zweifel einen Imker fragen
Hilfreich zu diesem Ratgeber
Diese Produkte passen zu den Themen in diesem Ratgeber. Sieh dir bei jedem Produkt an, wie es verwendet wird und worauf du bei der Auswahl achten solltest.
Ein Wasserbehälter als Grundlage

Futter- und Trinknapf aus Edelstahl, Ø 28 cm
Diesen Behälter aus Edelstahl kannst du für Wasser verwenden, und seine glatte Oberfläche lässt sich leicht abwaschen.
Darauf solltest du bei der Auswahl achten Lege stabile Steine in den Behälter und prüfe nach dem Befüllen, ob Bienen das Wasser von einer trockenen Stelle aus erreichen können.
Warum eine zusätzliche Wasserstelle für Honigbienen anlegen?
Honigbienen holen Wasser außerhalb des Bienenstocks. Bei warmem Wetter nutzen sie es unter anderem, um das Bienenvolk zu kühlen. Gibt es in der Umgebung bereits eine dauerhaft verfügbare, geeignete Wasserquelle, ist ein zusätzlicher Behälter nicht unbedingt nötig. Fehlt eine solche Quelle oder trocknet sie regelmäßig aus, kannst du mit einer eigenen Tränke selbst dafür sorgen, dass Wasser verfügbar bleibt. Diese Unterscheidung treffen auch die Bijenstichting und die europäische Imkereiberatung von B-THENET.
Einen gut zugänglichen Platz wählen und dabei Störungen und Pflege berücksichtigen
Schau zuerst, wo du den Behälter aufstellen kannst, ohne einen Weg zu blockieren oder zum Nachfüllen direkt vor den Fluglöchern stehen zu müssen. Kommst du mit einer Kanne heran, kannst du den Behälter anheben und kann verschüttetes Wasser ablaufen? Prüfe auch, ob er dort sicher steht und nicht schnell austrocknet. Ein fester Abstand für die Aufstellung sagt weniger aus als diese Bedingungen an deinem Bienenstand.
Wähle gleich einen Platz, den du dauerhaft nutzen kannst. Bienen können eine bestehende Tränke weiter besuchen, auch wenn du einen Behälter lieber anderswo aufstellen würdest. Die flämische Imkerorganisation konVIB betont deshalb, wie wichtig eine dauerhaft verfügbare Wasserstelle ist.
Tränke oder Eigenbau: Standfestigkeit, Landeplatz und Pflege
Eine gekaufte Tränke ist nicht automatisch für Honigbienen geeignet. Auch eine einfache Schale kann funktionieren, wenn die Bienen am Wasser Halt finden. B-THENET beschreibt unter anderem eine flache Schale mit Steinen. Beurteile jede Ausführung anhand derselben Fragen:
| Prüfpunkt | Tränke | Selbst gemachte Schale |
|---|---|---|
| Standfestigkeit | Steht oder hängt der Behälter auch gefüllt sicher? | Steht die Schale eben und verrutscht sie beim Befüllen nicht? |
| Landeplatz | Können die Bienen vom Rand oder von einer Stütze aus das Wasser erreichen? | Bleiben Steine oder andere Stützen über dem Wasser erreichbar? |
| Nachfüllen | Kannst du Wasser nachfüllen, ohne die Landeplätze zu überfluten? | Kannst du Wasser hinzufügen, ohne die Stützen zu verschieben? |
| Reinigen | Sind Trinkrand und Innenseite gut zugänglich? | Kannst du die Schale und lose Materialien einfach herausnehmen? |
Ein unbeschädigter Tonuntersetzer ist eine mögliche Grundlage. Ein Stück Holz kann Halt bieten, wenn es nicht wegtreibt oder verrutscht. Wenn du Murmeln verwenden möchtest, prüfe genau, ob sie liegen bleiben und tatsächlich einen trockenen Landeplatz bieten. Wähle andernfalls Steine, die stabil liegen. Das sind praktische Entscheidungen bei der Gestaltung, keine nachgewiesene Rangfolge von Materialien; die Beratung der University of Maryland beschreibt dasselbe Prinzip: Bienen trinken von einem Rand oder einer Stütze aus.
Halt beim Trinken und geringeres Risiko zu ertrinken
Lass Steine, einen festen Rand oder eine andere stabile Stütze aus dem Wasser ragen, damit die Bienen nicht auf offenem Wasser landen müssen. Solche Stützen helfen, das Risiko des Ertrinkens zu verringern, wie B-THENET erklärt.
- Stelle den leeren Behälter sicher auf und lege die Stützen an ihren Platz.
- Fülle den Behälter und prüfe, ob Bienen das Wasser von einer trockenen, festen Stelle aus erreichen können.
- Prüfe nach dem Nachfüllen erneut: Ein höherer Wasserstand oder ein verschobener Stein kann den Halt verschwinden lassen.
Wasser nachfüllen, reinigen und im Zweifel einen Imker fragen
Kontrolliere die Wasserstelle bei deinen Besuchen am Bienenstand. Fülle Wasser nach, entferne sichtbaren Schmutz und leere und reinige den Behälter regelmäßig. Wasser kann unter anderem durch Kot von Bienen und Vögeln verschmutzen. konVIB empfiehlt, die Tränke regelmäßig zu reinigen und das Wasser zu wechseln.
- Wasser: Ist es von den Landeplätzen aus noch erreichbar?
- Stützen: Liegen sie fest und ragen sie noch aus dem Wasser?
- Schmutz: Lassen sich der Behälter und lose Teile leeren und reinigen?
- Zum Schluss: Ist das Wasser nach dem Befüllen oder Reinigen noch gut erreichbar?
Geraten trotz Anpassungen regelmäßig Bienen ins Wasser oder gelingt es dir nicht, die Stelle mit Wasser zu versorgen und sauber zu halten? Bitte einen erfahrenen Imker, sich die Anordnung mit dir anzusehen.