Außengehege für Kaninchen planen und sicher abgrenzen
Praxisratgeber
Außengehege für Kaninchen planen und sicher abgrenzen
Planen Sie ein Außengehege für Kaninchen als Ganzes: mit genügend freier Bewegungsfläche, Zugang zu einem geschützten Nachtstall und einer Begrenzung, die auch am Boden, an den Türen und an der Oberseite geschlossen ist. Fertigen Sie eine Draufsicht für die Aufteilung und einen Querschnitt für die Anschlüsse an. So sehen Sie vor dem Bau, wo ein Kaninchen entkommen oder ein anderes Tier eindringen könnte. Das LICG beschreibt einen Nachtstall und eine Auslauffläche als Bestandteile einer Außenhaltung.

Inhaltsverzeichnis
- Produkte zu diesem Ratgeber
- Fläche, Verbindung zum Stall, Laufwege und Schutzplätze einzeichnen
- Fugen, Türen und Boden auf Fluchtwege prüfen
- Gitter und Zaun für Kaninchen nach Material und Einsatzort beurteilen
- Raubtiere, Wetter und Zugang für andere Tiere berücksichtigen
- Verschlüsse, Schäden und Verstecke regelmäßig prüfen
Hilfreich zu diesem Ratgeber
Diese Produkte passen zu den Themen in diesem Ratgeber. Sieh dir bei jedem Produkt an, wie es verwendet wird und worauf du bei der Auswahl achten solltest.
Eine gut erreichbare Trinkstelle

Trinkflasche für Kaninchen, 1000 ml – Pawise Drink Bottle XL
Diese Trinkflasche für Kaninchen können Sie an einem geeigneten Käfig aufhängen, sodass Sie bei der Aufteilung des Geheges auch eine feste Trinkstelle einplanen können.
Darauf solltest du bei der Auswahl achten Prüfen Sie, ob die Aufhängung zu Ihrem Gehege passt und ob Sie das Wasser leicht nachfüllen und kontrollieren können.
Fläche, Verbindung zum Stall, Laufwege und Schutzplätze einzeichnen
Zeichnen Sie zuerst den verfügbaren Platz ein und halten Sie fest, ob die Kaninchen jederzeit vom Nachtstall in die große Auslauffläche gelangen können. Ist diese Fläche zeitweise geschlossen, ist laut LICG auch ein Auslauf am Nachtstall nötig. Das ist nicht dasselbe wie die große Auslauffläche.
Die folgenden Empfehlungen des LICG gelten für die zusammenhängende Auslauffläche für zwei Kaninchen, abgestuft nach dem größeren Kaninchen. Der Nachtstall und etwaige Etagen zählen nicht mit. Es sind Empfehlungen zum Tierwohl, keine gesetzlichen Mindestmaße; mehr Platz ist besser.
| Größeres Kaninchen | Länge × Breite | Höhe | Fläche |
|---|---|---|---|
| Zwergkaninchen, bis 1,7 kg | 280 × 200 cm | 0,75 m | 5,6 m² |
| Kleines Kaninchen, 1,7 bis 3 kg | 350 × 250 cm | 0,75 m | 8,8 m² |
| Mittelgroßes Kaninchen, 3 bis 5 kg | 420 × 240 cm | 1 m | 10 m² |
| Großes Kaninchen mit 5 kg | 420 × 280 cm | 1 m | 11,8 m² |
Lassen Sie eine lange, freie Strecke zum Rennen. Stellen Sie nicht alle Verstecke auf diese Strecke und zeichnen Sie auch ein, wo Sie selbst hineingehen, um nach den Tieren und dem Wasser zu sehen. Das LICG empfiehlt mindestens ein Versteck pro Kaninchen, von denen eines groß genug für beide ist; Verstecke mit mehr als einem Ausgang sind vorzuziehen.
| Skizze | Einzeichnen | Frage zum Standort |
|---|---|---|
| Draufsicht | Freie Bewegungsfläche, Nachtstall, Durchgang, Tür für die Versorgung, Verstecke und Schatten | Können die Kaninchen aneinander vorbeilaufen und erreichen Sie jede Ecke? |
| Querschnitt | Boden, Wände, Oberseite und alle Übergänge dazwischen | Wo ist die Begrenzung unterbrochen oder schwer zugänglich? |
Fugen, Türen und Boden auf Fluchtwege prüfen
Verfolgen Sie im Querschnitt die gesamte Begrenzung: an der Oberseite entlang, über den Türrahmen, die Wand und den Boden zurück zum Ausgangspunkt. Achten Sie vor Ort besonders auf den Anschluss an den Nachtstall, die Ecken der Elemente und den Spalt unter den Türen. Eine geschlossene Linie auf dem Papier hilft Ihnen, die Stellen zu finden, die Sie anschließend vor Ort prüfen müssen.
Auf Gras oder Erde können sich Kaninchen unter einem nicht fest verankerten Zaun hindurchgraben. Bei einem festen Gehege braucht es deshalb eine durchgehende Lösung für den Boden, zum Beispiel einen festen Untergrund oder ein Gitter, das unter einer Erdschicht liegt und ohne offenen Rand an die Wände anschließt. Lassen Sie kein freiliegendes Gitter als Lauffläche liegen. Das LICG bespricht abgedecktes Bodengitter; die Dierenbescherming weist bei weichem Boden auf das Untergraben hin. Frei aufgestellte Zäune auf Gras eignen sich laut LICG nur als vorübergehende Abgrenzung unter Aufsicht.
Schließen Sie die Tür für die Versorgung und prüfen Sie rundherum, ob sie am Rahmen anliegt und der Verschluss richtig greift. Achten Sie auch darauf, dass nach der Montage keine hervorstehenden Gitterenden oder Befestigungen für die Kaninchen erreichbar sind.
Gitter und Zaun für Kaninchen nach Material und Einsatzort beurteilen
Reicht eine Rolle Kaninchendraht für ein sicheres Gehege? Nein: Auch Rahmen, Türen, Befestigungen und Anschlüsse müssen passen. Das LICG rät von Hühnerdraht ab, wenn Sie ein Gehege selbst bauen, und empfiehlt stabiles Material mit Öffnungen, durch die Kaninchen ihren Kopf nicht stecken können und durch die kleine Raubtiere nicht hineingelangen. Wählen Sie ein Standardmaß nicht allein anhand des Produktnamens.
| Angabe | Frage für Ihren Entwurf |
|---|---|
| Maschen und Draht | Welche Abmessungen und welchen Drahtaufbau gibt der Hersteller an? Können die Kaninchen nicht mit dem Kopf in einer Öffnung stecken bleiben? |
| Material und Verarbeitung | Ist die Verwendung im Freien vorgesehen und sind Ränder und Verarbeitung an erreichbaren Stellen sicher? |
| Rahmen und Befestigung | Wie schließen Gitter, Ecken und Tür ohne losen Rand aneinander an? |
| Vorgesehener Einsatzort | Gibt es Angaben zur Verwendung als Wand, Oberseite oder Teil der Bodenbegrenzung? |
Fragen Sie bei einem Produkt nach den technischen Daten und der Montageanleitung für genau diese Anwendung. Fehlen diese, können Sie die Eignung des Produkts für Ihr Gehege nicht aus dem Namen oder einem Foto ableiten.
Raubtiere, Wetter und Zugang für andere Tiere berücksichtigen
Betrachten Sie den Entwurf auch von außen. Kann ein Hund, eine Katze oder ein anderes Tier durch die Tür, unter dem Rand hindurch oder von oben ins Gehege gelangen? Laut LICG muss die Oberseite eines Außengeheges abgedeckt sein, damit Kaninchen nicht entkommen und andere Tiere nicht eindringen. Die Dierenbescherming empfiehlt ein geschlossenes Außengehege, unter anderem wegen Füchsen, Vögeln und Mardern.
Ein Gitterdach hält weder Regen noch pralle Sonne ab. Zeichnen Sie deshalb gesondert ein, wo die Kaninchen trocken sitzen und an warmen Tagen Schatten finden können. Prüfen Sie den Schatten auch später am Tag. Auf einer sonnigen, gefliesten Terrasse kann sich das Gehege laut LICG stark aufheizen. Prüfen Sie außerdem, ob Pflanzen oder herabgefallene Blätter von außen ins Gehege gelangen können.
Verschlüsse, Schäden und Verstecke regelmäßig prüfen
Prüfen Sie das Gehege vor der Nutzung, nach Arbeiten daran und wenn Graben oder schlechtes Wetter etwas verändert haben könnten. Das LICG empfiehlt regelmäßige Kontrollen auf Löcher, Verschleiß, Nageschäden und Grabversuche.
| Stelle | Prüfen | Wenn Sie etwas finden |
|---|---|---|
| Türen und Klappen | Verschluss, Scharniere und Spalt am Rahmen | Halten Sie die Tiere von der Öffnung fern, bis sie repariert ist. |
| Wände und Oberseite | Lose Teile, Löcher und scharfe Kanten | Machen Sie die beschädigte Stelle unzugänglich und reparieren Sie den Anschluss. |
| Bodenrand | Grabspuren, Absenkungen und offene Stellen unter der Wand | Prüfen Sie den Rand auch neben dem sichtbaren Loch. |
| Verstecke | Schutz und Erreichbarkeit der Tiere | Sorgen Sie dafür, dass Sie beide Kaninchen finden und ansehen können. |
Sehen Sie einen Grabgang, dessen Verlauf Sie nicht prüfen können? Betrachten Sie diesen Bodenrand nicht als sicher geschlossen, bis Sie den Anschluss wieder beurteilen können.