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Ardenner Pferd: Herkunft, Körperbau und tägliche Pflege

Braunes Zugpferd mit schwarzer Mähne, schwarzem Schweif und schwarzen Unterschenkeln steht vollständig sichtbar vor einem Holzstall.

Rassenratgeber

Ardenner Pferd: Herkunft, Körperbau und tägliche Pflege

Der Ardenner ist eine eigenständige Zugpferderasse aus den Ardennen und hat meist einen kompakten, muskulösen Körperbau. Dieses Rasseprofil hilft dir, ein Pferd zu erkennen, sagt aber nicht, ob dein Stall, Halfter oder Pferdeanhänger passt. Beurteile diese Dinge immer für das Pferd, das vor dir steht. Das belgische Zuchtbuch und das französische Zuchtprogramm beschreiben den Ardenner als Rasse.

Braunes Zugpferd mit schwarzer Mähne, schwarzem Schweif und schwarzen Unterschenkeln steht vollständig sichtbar vor einem Holzstall.
Box und Durchgänge

Kann sich das Pferd drehen, hinlegen und durch Türen und Tore bewegen, ohne anzustoßen?

Weide oder Paddock

Gibt es Platz für freie Bewegung, Kontakt zu geeigneten Artgenossen, Wasser und einen Unterstand?

Halfter

Passt es an den Kopf dieses Pferdes, ohne zu scheuern oder die Bewegung zu behindern?

Arbeitsgeschirr

Passt es zum Körperbau, zur Bewegung und zur vorgesehenen Aufgabe? Wer kann die Passform fachkundig beurteilen?

Pferdeanhänger oder anderes Transportmittel

Hat das Pferd genügend Platz und Stehhöhe? Sind Boden und Ladevorrichtung sicher, und liegen Pferd und übrige Ladung innerhalb der Möglichkeiten des Anhängers und des Zugfahrzeugs?

Inhaltsverzeichnis
  1. Produkte zu diesem Ratgeber
  2. Rassename und Herkunft des Ardenner Pferdes
  3. Körperbau und Unterschiede bei praktischen Eigenschaften
  4. Stall, Ausrüstung und Transport passend zum Pferd
  5. Fütterung, Bewegung und Hufpflege im Alltag
  6. Arbeit mit dem Ardenner Pferd und Vergleich mit anderen Zugpferden

Hilfreich zu diesem Ratgeber

Diese Produkte passen zu den Themen in diesem Ratgeber. Sieh dir bei jedem Produkt an, wie es verwendet wird und worauf du bei der Auswahl achten solltest.

  • Name: Ardenner oder Ardenner Zugpferd.
  • Herkunft: die Ardennen; es gibt belgische und französische Zuchtbuchorganisationen.
  • Erkennungsmerkmale: Achte unter anderem auf die tiefe Brust, die breite Hüftpartie und die kräftige Bemuskelung.
  • Wichtig bei der Auswahl: Prüfe die Registrierung, Ausbildung und die Gegebenheiten für das einzelne Pferd.

Rassename und Herkunft des Ardenner Pferdes

Das belgische Zuchtbuch verwendet den Namen Cheval de Trait Ardennais. Im französischen Zuchtprogramm heißt die Rasse Trait Ardennais; das Programm gilt für die französische Zucht. Ardenner ist also nicht einfach eine andere Bezeichnung für jedes schwere Zugpferd. Das Steunpunt Levend Erfgoed verwendet im Niederländischen auch den Namen Ardens trekpaard.

Die Zuchtgeschichte ist nicht die eines einzigen, unveränderten Pferdetyps. Das französische Zuchtprogramm beschreibt, wie Kreuzungen und eine veränderte Nutzung den Körperbau beeinflusst haben. Wenn du wissen möchtest, wie ein angebotenes Pferd registriert ist, frage nach seinen Papieren und seiner Abstammung. Das Aussehen oder die Bezeichnung im Verkaufsangebot allein können diese Informationen nicht ersetzen.

Körperbau und Unterschiede bei praktischen Eigenschaften

Der französische Rassestandard beschreibt einen recht kurzen Rücken, eine tiefe Brust, eine breite Hüftpartie und eine kräftige Bemuskelung. Auch Braun und Fuchs gehören zu den genannten Fellfarben. Für Stuten nennt dieser Standard eine Widerristhöhe von 1,52 bis 1,64 Meter und für Hengste 1,54 bis 1,66 Meter; unter bestimmten Bedingungen sind gewisse Abweichungen möglich. Diese Angaben stammen aus der französischen Rassebeschreibung im Zuchtprogramm.

Das Steunpunt Levend Erfgoed beschreibt den Charakter des Ardenners als ruhig und willig. Das ist eine Rassebeschreibung, kein Versprechen für jedes Pferd. Schau dir an, wie sich das Tier führen und versorgen lässt und wie es sich bewegt. Frage auch nach seiner Erfahrung mit der Aufgabe, die du vorhast. Auch Pferde können erschrecken, wie das LICG erklärt.

Stall, Ausrüstung und Transport passend zum Pferd

Achte bei der Unterbringung auf mehr als nur die Widerristhöhe. Das Pferd muss sich in einer Box sicher bewegen und hinlegen können. Bei Gruppenhaltung zählen auch genügend Liegeplätze, Fressplätze und Raum, um Abstand zu halten. Sorge außerdem für täglichen Kontakt zu Artgenossen und Gelegenheit zu freier Bewegung. Die Paardenwelzijnscheck erläutert den Platzbedarf; die RVO gibt allgemeine Richtlinien für die Pflege von Pferden.

Was prüfst du für dieses Pferd?
Bereich Frage vor Ort
Box und Durchgänge Kann sich das Pferd drehen, hinlegen und durch Türen und Tore bewegen, ohne anzustoßen?
Weide oder Paddock Gibt es Platz für freie Bewegung, Kontakt zu geeigneten Artgenossen, Wasser und einen Unterstand?
Halfter Passt es an den Kopf dieses Pferdes, ohne zu scheuern oder die Bewegung zu behindern?
Arbeitsgeschirr Passt es zum Körperbau, zur Bewegung und zur vorgesehenen Aufgabe? Wer kann die Passform fachkundig beurteilen?
Pferdeanhänger oder anderes Transportmittel Hat das Pferd genügend Platz und Stehhöhe? Sind Boden und Ladevorrichtung sicher, und liegen Pferd und übrige Ladung innerhalb der Möglichkeiten des Anhängers und des Zugfahrzeugs?

Eine Größenangabe auf einem Etikett beweist nicht, dass ein Halfter passt. Prüfe den Sitz am Pferd und achte nach dem Gebrauch auf Scheuerstellen. Bei Farmora kannst du Halfter vergleichen; diese Kategorie bietet keine Garantie dafür, dass ein Modell für einen bestimmten Ardenner geeignet ist. Das LICG weist auf passendes Geschirr und saubere Haut an den Stellen hin, an denen das Geschirr aufliegt.

Prüfe vor dem Transport auch den Zustand des Transportmittels und ob das Pferd für die Fahrt geeignet ist. Der Sectorraad Paarden behandelt den sicheren Transport; die RDW empfiehlt, die zulässigen Gewichte und die Anhängelast zu prüfen. Leite die Eignung nicht vom Rassenamen ab.

Fütterung, Bewegung und Hufpflege im Alltag

Es gibt keine feste Futterration für alle Ardenner. Gras oder anderes Raufutter bildet die Grundlage, und sauberes Trinkwasser muss verfügbar sein. Richte die weitere Futterzusammenstellung nach dem Pferd, der Qualität des Raufutters, seinem Körperzustand und dem Umfang seiner Arbeit aus. Ein schweres Erscheinungsbild allein ist kein Grund für zusätzliches Kraftfutter. Stelle das Futter schrittweise um und hole bei Zweifeln an der Ration fachkundigen Rat ein. Siehe die Erläuterungen des LICG und der Paardenwelzijnscheck zur Fütterung.

Gib dem Pferd täglich Gelegenheit, sich frei zu bewegen, auch an Tagen ohne Arbeit. Training oder Führen im Schritt ersetzt diese Möglichkeit nicht. Stimme die Arbeit auf die Ausbildung und den Zustand des Pferdes ab und achte darauf, ob sich seine Bewegung oder sein Verhalten verändert. Die Paardenwelzijnscheck zur Bewegung unterscheidet zwischen Training und freier Bewegung.

Kontrolliere die Hufe auf Steinchen oder andere festsitzende Gegenstände und besprich die weitere Hufpflege mit einem Hufschmied. Schau auch nach Haut und Beinen, besonders dort, wo Schmutz oder Ausrüstung etwas verdecken könnte. Weniger Fressen, Lahmen oder auffällig anderes Verhalten können auf Schmerzen hindeuten: Sprich dann mit einem Tierarzt. Wenn du eine Kolik vermutest, nimm sofort Kontakt auf. Das LICG beschreibt die übliche Pflege und Anzeichen von Schmerzen.

Arbeit mit dem Ardenner Pferd und Vergleich mit anderen Zugpferden

Das belgische Zuchtbuch nennt unter anderem die Arbeit vor dem Wagen und die Arbeit im Wald. Das bedeutet nicht, dass jedes Ardenner Pferd für deine Arbeiten geeignet ist. Frage, was dieses Pferd gelernt hat, beobachte, wie es auf die vorgesehene Aufgabe reagiert, und berücksichtige bei deiner Entscheidung die Passform des Arbeitsgeschirrs und den Zustand des Pferdes.

Pferde vergleichen, ohne sich allein auf den Rassenamen zu verlassen
Pferd Was sagt dir der Rassename? Was prüfst du selbst?
Ardenner Das Pferd wird als Angehöriger einer eigenständigen Zugpferderasse angeboten. Registrierung, Umgang, Ausbildung, Zustand und passende Gegebenheiten.
Niederländisches Zugpferd oder Shire Das sind andere Beispiele für Kaltblutrassen, keine anderen Namen für den Ardenner. Dieselben individuellen Fragen zu Unterbringung, Ausrüstung und der vorgesehenen Arbeit.

Das LICG nennt das Niederländische Zugpferd und den Shire als Beispiele für Kaltblutrassen. Vergleiche also zuerst, was du mit dem Pferd tun möchtest und welche Gegebenheiten du hast. Entscheide danach, welches einzelne Pferd dazu passt.