Skudde Schafe: Körperbau, Verhalten und Pflege
Rassenratgeber
Skudde Schafe: Körperbau, Verhalten und Pflege
Die Skudde ist eine kleine Schafrasse mit schlankem Körperbau, kurzem Schwanz und dichtem, langem Fell. Widder haben gedrehte Hörner. Wenn du Skudden halten möchtest, beurteile nicht nur die Rasse, sondern auch die Tiere, die du kaufen möchtest, und die Weide, auf die sie kommen. Sieh dir die Rassebeschreibung der Stamboek Fokkersvereniging Skuddeschaap an.

Klein und schlank, mit einem feinen, etwas keilförmigen Kopf.
Kurz, teilweise bewollt und mit unbehaarter Spitze.
Widder haben gedrehte Hörner. Mutterschafe sind meist hornlos, aber Hornansätze und Hörner kommen vor.
Dicht und langhaarig. Weiß überwiegt; auch Schwarz, Grau, Scheckung und Goldbraun werden beschrieben.
Inhaltsverzeichnis
Hilfreich zu diesem Ratgeber
Diese Produkte passen zu den Themen in diesem Ratgeber. Sieh dir bei jedem Produkt an, wie es verwendet wird und worauf du bei der Auswahl achten solltest.
Eine versetzbare Abgrenzung

Wolfsabwehrnetz mit Doppelspitze, 120 cm hoch, 50 m – Euro-Netz Wolf Jumbo
Mit diesem elektrischen Schafnetz kannst du einen Teil der Weide abgrenzen; die Maschen sind unten kleiner für eine Herde mit Lämmern.
Darauf solltest du bei der Auswahl achten Prüfe bei behornten Tieren, ob Köpfe und Hörner nirgends im Netz hängen bleiben können, auch wenn du es versetzt.
Ein fester Futterplatz

Pferdefuttertrog, 6 l, Schwarz – Vplast
Dieser Futtertrog ist auch für Schafe gedacht und gibt dem Futter einen festen Platz, wenn du es zusätzlich zu Raufutter anbietest.
Darauf solltest du bei der Auswahl achten Prüfe, ob alle Tiere ans Futter gelangen und ob ein Trog mit 6 Liter Fassungsvermögen zu dem passt, was du füttern möchtest.
Herkunft und Merkmale laut Rassestandard
Laut der niederländischen Stamboek Fokkersvereniging Skuddeschaap liegt der Ursprung der Rasse in Ostpreußen, Polen und Litauen. Die Rassebeschreibung gibt den angestrebten Typ wieder; eine geringe Größe allein macht ein Schaf noch nicht zur Skudde.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Körperbau und Kopf | Klein und schlank, mit einem feinen, etwas keilförmigen Kopf. |
| Schwanz | Kurz, teilweise bewollt und mit unbehaarter Spitze. |
| Hörner | Widder haben gedrehte Hörner. Mutterschafe sind meist hornlos, aber Hornansätze und Hörner kommen vor. |
| Fell | Dicht und langhaarig. Weiß überwiegt; auch Schwarz, Grau, Scheckung und Goldbraun werden beschrieben. |
Als Zuchtziel nennt der Verband eine Höhe von 50 bis 60 cm für Widder und 50 bis 55 cm für Mutterschafe. Verwende diese Rasseangaben nicht als Maß für einen Zaun oder Durchgang: Dafür musst du die Tiere und die Situation vor Ort betrachten.
Körperbau und Verhalten von Skudde Schafen
Der Verband beschreibt die Skudde als wachsam und nennt beim Widder einen starken Herdentrieb. Das sagt nicht genau voraus, wie sich ein Tier bei dir verhalten wird. Schau bei einem Besuch, wie es läuft, wie es auf Artgenossen reagiert und wie die haltende Person mit ihm umgeht. Lies die Merkmale laut Züchterverband.
Achte bei einem Widder auf Stellung und Zustand der Hörner. Ein dichtes Fell kann den Körperzustand verdecken; sieh dir das Tier deshalb aus der Nähe an und lass dir bei Bedarf zeigen, wie du seinen Zustand vorsichtig ertastest. Schafe sind Herdentiere und sollten mit Artgenossen gehalten werden. Das LICG erläutert die Pflege und das Gruppenverhalten von Schafen.
Einzäunung und Herde an Gelände und einzelne Tiere anpassen
Geh die Weide ab, bevor die Tiere kommen. Schau, wo die Gruppe trinken und Schutz finden kann, und kontrolliere die gesamte Begrenzung, einschließlich Tore, Ecken und den Anschluss des Zauns an den Boden. Prüfe Öffnungen erneut, wenn Lämmer oder ein behorntes Tier dazukommen. Das LICG beschreibt Schafzaun mit kleineren Maschen im unteren Bereich als Möglichkeit, das Durchstecken der Köpfe von Lämmern zu begrenzen. Lies die Empfehlungen des LICG zur Unterbringung.
Bei einem behornten Widder ist auch wichtig, ob er seinen Kopf irgendwo hindurchstecken und beim Zurückziehen hängen bleiben kann. Kontrolliere deshalb Drahtgeflecht, Durchgänge, Futterstellen am Zaun und gegebenenfalls ein vorübergehend aufgestelltes Netz. Eine amerikanische Universität warnt in ihren Informationsmaterialien davor, dass Tiere in bestimmten Weidezäunen aus Drahtgeflecht hängen bleiben und sich in Netzen verfangen können. Das ist ein praktischer Sicherheitshinweis, keine niederländische Maßvorgabe für Skudden. Lies die Informationen der Oregon State University.
| Situation | Worauf solltest du achten? |
|---|---|
| Vorhandenes Drahtgeflecht | Öffnungen, durch die Köpfe passen, Beschädigungen, Tore und Abstand zwischen Zaun und Boden. |
| Behornter Widder | Stellen, durch die der Kopf passt, an denen die Hörner beim Zurückziehen aber hängen bleiben können. |
| Vorübergehende Abgrenzung | Lose hängende Teile, mögliche Verstrickungen und die Möglichkeit, Tiere und Abgrenzung regelmäßig zu kontrollieren. |
| Schutz | Ein erreichbarer Ort, an dem die ganze Gruppe Schutz vor belastendem Wetter finden kann. |
In den Niederlanden muss eine haltende Person für eine geeignete Weide sorgen und Schafe vor extremen Wetterbedingungen schützen. Diese Tierschutzregeln gelten auch für Hobbyhalter. Lies die Erläuterung der NVWA.
Für einen ersten Vergleich kannst du dir bei Farmora die Kategorien Zaunnetze und Bedarf für Schafe und Ziegen ansehen. Dass ein Produkt in einer Kategorie aufgeführt ist, bedeutet nicht, dass es für deine Tiere oder deine Einzäunung geeignet ist.
Wasser, Futter, Fell und regelmäßige Kontrolle
Mach den täglichen Rundgang zur festen Gewohnheit: Schau zuerst, wie sich die Gruppe verhält, und kontrolliere danach die Tiere und ihre Versorgungseinrichtungen. Schafe fressen Raufutter wie Gras und Heu und müssen jederzeit frisches Trinkwasser erreichen können. Ob ein Tier daneben anderes Futter braucht, hängt von seiner Situation und seinem Zustand ab. Das LICG beschreibt Ernährung und Pflege von Schafen.
Was solltest du kontrollieren?
- Wasser und Futter: Kommt jedes Tier ans Wasser, und zeigen alle Tiere Interesse am Futter?
- Verhalten und Zustand: Bleibt ein Tier zurück, sondert es sich ab oder scheint es abzunehmen? Sieh dir seinen Zustand sorgfältig an und taste ihn vorsichtig ab; Wolle kann Abmagerung verdecken.
- Fell: Sieh auch unter und hinter der Wolle nach Verschmutzungen oder Hautproblemen. Besprich mit einer erfahrenen Person, die Schafe schert, wann das Tier geschoren werden muss.
- Klauen und Gang: Achte auf einen auffälligen Gang und kontrolliere die Klauen regelmäßig. Hol dir erfahrene Hilfe, wenn die Klauen geschnitten werden müssen und du das nicht selbst kannst.
- Nach der Schur: Sorge dafür, dass die Tiere Schutz vor Sonne und ungünstigem Wetter erreichen können.
Ist ein Schaf plötzlich träge, sondert es sich ab oder bewegt es sich deutlich anders als sonst, oder vermutest du, dass es krank ist? Lass tierärztlich beurteilen, was los ist. Lies beim LICG nach, auf welche Anzeichen und Pflegeaspekte du achten solltest.
Registrierung und Gesundheit beim Kauf prüfen
Beantrage in den Niederlanden vor Beginn der Schafhaltung eine UBN für den Standort; das ist auch für Hobbyhalter verpflichtend. Frag die verkaufende Person nach dem ID Code und prüfe, wie das Tier gekennzeichnet ist. Schafe müssen zwei zugelassene Kennzeichnungsmittel haben, von denen mindestens eines elektronisch ist. Melde den Zugang innerhalb von sieben Kalendertagen im Identifizierungs und Registrierungssystem. RVO über die UBN, die Kennzeichnung und die Zugangsmeldung.
Wird ein Tier als Skudde mit Herdbucheintrag angeboten? Frag dann nach dem Abstammungsnachweis und dem Herdbuchstatus. Ein gesetzlich vorgeschriebener ID Code und eine Herdbuchregistrierung sind nicht dasselbe. Die Zuchtordnung des Verbands beschreibt die Abstammungsdaten und Statusangaben.
Sieh dir das Tier an, bevor du dich entscheidest, sowohl in der Gruppe als auch aus der Nähe. Frag die haltende Person nach der Schur und der bekannten Gesundheitsgeschichte; achte selbst auf Gang, Fell, Klauen und gegebenenfalls Hörner. Wenn du Zweifel an der Gesundheit hast, bitte vor dem Kauf um eine tierärztliche Beurteilung. Auch die Oregon State University empfiehlt bei der Auswahl von Tieren eine tierärztliche Untersuchung.