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Australian Shepherd: Rasseprofil und Arbeit auf dem Hof

Ein schwarz weiß brauner Hund steht auf einem Kiesweg neben einem Holzgebäude. Alle vier Pfoten sind zu sehen.

Rassenratgeber

Australian Shepherd: Rasseprofil und Arbeit auf dem Hof

Ein Australian Shepherd kann zu jemandem passen, der gern mit einem Hund auf dem Hof zusammenarbeitet. Sein Hintergrund als Hütehund bedeutet allerdings nicht, dass er automatisch für deine Nutztiere geeignet ist. Schau dir den einzelnen Hund, die Tiere auf dem Hof und die Betreuung an, die du bieten kannst. Der Rassestandard der FCI beschreibt den Hintergrund der Rasse als Arbeitshund, nicht die Fähigkeiten jedes einzelnen Hundes.

Ein schwarz weiß brauner Hund steht auf einem Kiesweg neben einem Holzgebäude. Alle vier Pfoten sind zu sehen.
Schafe oder Ziegen

Wer kann den Hund und die Tiere betreuen? Kannst du sie auch getrennt halten?

Rinder

Gibt es jemanden mit Erfahrung in der Arbeit mit Hunden und Rindern?

Hühner oder anderes kleines Geflügel

Können die Tiere ungestört in einem abgetrennten Bereich bleiben?

Keine Arbeit mit Nutztieren geplant

Welche gemeinsamen Aktivitäten passen auch an Tagen ohne Arbeit?

Inhaltsverzeichnis
  1. Produkte zu diesem Ratgeber
  2. Rasseprofil des Australian Shepherd: Name, Herkunft und Fakten
  3. Hütearbeit und Veranlagung: Rassebeschreibung und einzelner Hund
  4. Passt dieser Hund zum Hof und zu den dort gehaltenen Nutztieren?
  5. Checkliste für die Versorgung: Schutz vor Witterung, Fell und sicherer Kontakt mit Nutztieren
  6. Zusammenarbeit auf dem Hof: Betreuung im Alltag

Hilfreich zu diesem Ratgeber

Diese Produkte passen zu den Themen in diesem Ratgeber. Sieh dir bei jedem Produkt an, wie es verwendet wird und worauf du bei der Auswahl achten solltest.

Rasseprofil des Australian Shepherd: Name, Herkunft und Fakten

Rassename und Nummer
Australian Shepherd, FCI Nummer 342.
Herkunft
Vereinigte Staaten. Trotz seines Namens wurde die Rasse, wie wir sie heute kennen, dort entwickelt.
Ursprüngliche Verwendung
Hütehund für Bauernhöfe und Ranches; bei der FCI in Gruppe 1 den Hütehunden zugeordnet.
Bevorzugte Widerristhöhe laut FCI
Rüden 51 bis 58 cm; Hündinnen 46 bis 53 cm. Das sind Vorzugsgrößen aus einem Rassestandard, keine Vorhersage für jeden Hund.
Fell laut FCI
Mittellanges, glattes bis gewelltes Haar mit Unterwolle. Die beschriebenen Grundfarben sind Blue Merle, Schwarz, Red Merle und Rot, mit oder ohne weiße oder kupferfarbene Abzeichen.

Diese Angaben stammen aus dem Rassestandard der FCI. Aussehen und Farbe sagen dir nicht, ob ein Hund mit deinen Tieren arbeiten kann.

Hütearbeit und Veranlagung: Rassebeschreibung und einzelner Hund

Der amerikanische Rasseverband ASCA beschreibt arbeitende Australian Shepherds, die Schafe und Rinder bewegen. Das zeigt, für welche Art von Arbeit die Rasse entwickelt wurde. Es sagt noch nichts darüber aus, wie sich ein Welpe später bei Nutztieren verhalten wird. Wenn du gezielt einen Arbeitshund suchst, frag nach der Arbeitserfahrung der Elterntiere. Bei einem erwachsenen Hund kannst du auch fragen, was dieser Hund selbst schon gemacht hat. Lies die Arbeitsbeschreibung von ASCA und die Hinweise zur Auswahl eines Hundes.

Unterscheide bei der Beurteilung zwischen Interesse und Kontrollierbarkeit. Ein Hund kann bewegte Tiere aufmerksam beobachten, ohne bereits anhalten, Abstand halten oder mit seiner Betreuungsperson zusammenarbeiten zu können. Lass die Beurteilung bei Nutztieren von jemandem begleiten, der Erfahrung sowohl mit Hunden als auch mit der betreffenden Nutztierart hat.

Passt dieser Hund zum Hof und zu den dort gehaltenen Nutztieren?

Denk zuerst nicht an die Größe des Hofs, sondern an einen gewöhnlichen Tag: Wie viel Zeit gibt es für Kontakt, Erziehung, Beschäftigung und Ruhe, wenn keine Arbeit mit Nutztieren ansteht? Das LICG beschreibt diese Bedürfnisse von Hunden und betont, dass sie von Hund zu Hund unterschiedlich sein können.

Fragen, bevor Hund und Nutztiere aufeinandertreffen
Situation Was möchtest du zuerst wissen? Vorsichtige Entscheidung
Schafe oder Ziegen Wer kann den Hund und die Tiere betreuen? Kannst du sie auch getrennt halten? Beurteile diesen Hund mit diesen Tieren, nicht nur seine Rasse.
Rinder Gibt es jemanden mit Erfahrung in der Arbeit mit Hunden und Rindern? Lass keinen unbeaufsichtigten Kontakt zu, solange du den Hund noch nicht kennst.
Hühner oder anderes kleines Geflügel Können die Tiere ungestört in einem abgetrennten Bereich bleiben? Sieh Erfahrung mit anderen Nutztierarten nicht als Beweis für einen sicheren Umgang mit Hühnern an.
Keine Arbeit mit Nutztieren geplant Welche gemeinsamen Aktivitäten passen auch an Tagen ohne Arbeit? Wähle den Hund nicht allein wegen der verfügbaren Außenfläche aus.

ASCA unterscheidet in seinem amerikanischen Programm für die Arbeit mit Nutztieren zwischen Schafen und Ziegen, Rindern sowie Enten und Gänsen. Das ist keine niederländische Norm für die Praxis und kein Nachweis für die Eignung eines einzelnen Hundes. Die Unterscheidung zeigt aber, warum du Erfahrung mit einer Tierart nicht einfach auf eine andere übertragen kannst.

Checkliste für die Versorgung: Schutz vor Witterung, Fell und sicherer Kontakt mit Nutztieren

  • Ruhe: Hat der Hund einen eigenen Platz abseits stark genutzter Wege, an dem er ungestört liegen kann?
  • Wetter und Wasser: Kann er Schutz vor der Witterung finden und gibt es frisches Trinkwasser? Sorge bei Wärme auf jeden Fall für Schatten.
  • Trennung: Kannst du Durchgänge schließen, damit der Hund nicht unbemerkt zu den Nutztieren gelangt?
  • Fell und Pfoten: Kontrolliere nach der Arbeit in bewachsenem Gelände auf Verfilzungen, Grannen und Zecken, besonders an Pfoten, Achseln und Ohren.
  • Tagesablauf: Gibt es neben Bewegung auch Zeit für Kontakt mit Menschen und genügend Ruhe?

Ein eigener Liegeplatz und Ruhe gehören zu einer guten täglichen Versorgung. Das LICG gibt außerdem Hinweise zu Schatten und Wasser bei Wärme und empfiehlt, Hunde während der Saison auf Grannen und Zecken zu kontrollieren. Bleibt eine Granne stecken oder zeigt der Hund Beschwerden wie Hinken, Kopfschütteln oder das Zukneifen eines Auges, wende dich an einen Tierarzt.

Kämme das Fell sorgfältig durch und achte besonders auf die Achseln und die längeren Haare an den Hinterbeinen. Bitte einen Hundefriseur um Hilfe, wenn du mit dem Kamm nicht gut durch das Fell kommst. Das Fell kahl zu scheren ist bei diesem Fell keine Standardlösung gegen das Haaren. Siehe die Erklärung des LICG zur Fellpflege und die Pflegehinweise von ASCA. Eine Bürste oder Leine wählst du passend zum Hund und zur Aufgabe aus; keines von beiden ersetzt die Betreuung bei Nutztieren.

Zusammenarbeit auf dem Hof: Betreuung im Alltag

Übe zuerst in Abstand zu den Nutztieren, dass der Hund auf seine Betreuungsperson achtet und anhält. Prüfe erst mit fachkundiger Begleitung, ob der Hund näher herankommen kann, während die Tiere ruhig bleiben können. Wird der Hund stark aufgeregt, jagt er oder reagiert er nicht mehr auf seine Betreuungsperson, beende die Begegnung und halte Hund und Nutztiere getrennt. In den amerikanischen Richtlinien von ASCA stehen die Kontrolle des Hundes und die Vermeidung unnötiger Belastung der Nutztiere im Mittelpunkt, auch bei den ersten Arbeitseinsätzen.

Leg außerdem fest, wer den Hund betreut und was geschieht, wenn niemand mit den Nutztieren arbeitet. Ein geschlossener Durchgang und ein ruhiger Platz für den Hund machen deutlicher, was erlaubt ist und was nicht. Das LICG empfiehlt, Begegnungen mit anderen Tieren ruhig zu begleiten und das Jagen zu verhindern.

Was ist der Unterschied zum Australian Cattle Dog?

Das sind zwei verschiedene Rassen. Der Australian Shepherd hat laut FCI die Vereinigten Staaten als Herkunftsland und gehört zur Sektion der Hütehunde. Der Australian Cattle Dog hat Australien als Herkunftsland und gehört zur Sektion der Treibhunde. Die Namen und Rasseprofile sind also nicht austauschbar.